Atlantiküberquerung von Osten nach West

Atlantiküberquerung von Osten nach Westen Torredembarra, Columbredes , Denia nach Cartagena

So liebe Freunde hier mal ein paar Eindrücke von Torredembarra bis Cardagena. Nach einen emotionalen Start am 07 September ging es los Richtung Denia. Nachdem ich viel Geld ausgeben habe und wir dachten, wir Segeln mit einem fahrtüchtigen Boot los, war die Entäuschung sehr groß über die Mechaniker im Hafen von Torredembarra. Der Elektriker hinterließ mir das Boot mit total undichten Decksdurchführungen. Im Hafen von Denia traf uns der schlimmste Sturm den wir je erlebt haben mit heftigem Regen. So mussten wir in einer Nacht 2 Waschschüsseln voll Regenwasser raus tragen. Das war jedoch noch das kleinere Übel. Das schlimmste war der Motor Mechaniker der ganze 7 Monate lang die Kopfdichtung reparierte, die Propeller Welle im Saildrive erneuerte und falsches Öl in den Antrieb gemacht hat, so dass die Kupplung verbrannte. Als wir dann in Denia wie ein Spielball im Hafen herumgetrieben sind ohne Vorwärtsgang war schnell klar die Kupplung muss raus. Wir hatten dann den Volvo Penta Händler im Hafen von Denia um Hilfe gebeten, der uns am nächsten Tag einen Mechaniker schickte. Er spielte unten am Getriebe am Hebel herum, mit dem Ergebnis, er kommt Morgen wieder. Wir warten heute noch auf den Servicetechniker der sich nicht einmal mehr gemeldet hat. Was tun? Hm, Sandra und ich entschieden, wir bauen den Motor ab und reparieren selbst. Gesagt getan, ein ganzer Tag Arbeit hatten wir. Mit Hilfe von unserem Freund, Michael Stein, fanden wir einen Bootservice Mike, aus Calpe, der uns die Teile bestellt hat und uns in seiner Werkstatt die Welle zerlegte und die neue Kupplung auf die Welle gepresst hat. Mit neuer Kupplung auf der Welle ging es zurück nach Denia ins Boot und mit Schweiß treibender Arbeit waren wir um 24 Uhr fertig. Am Sonntag ging es dann mit großer Freude und etwas besserem Wetter los Richtung Gibraltar. Unser erstes Ziel war Isla de Tabarca, wir waren um 1 Uhr nachts da. Es war jedoch wegen des starken Windes und der rauen See nicht möglich zu ankern. Also mussten wir weiter Richtung Festland. In Santa Pola fanden wir eine Bucht zum ankern. Hier testen wir erstmals unseren neuen Cobra 2 Anker und wir sind total begeistert. Am nächsten Morgen ging unser Törn weiter, im Bereich Islas Hormigas bis kurz vor Cartagena überfiel uns eine tiefe Traurigkeit da wir mindestens 40 tote Delphine im Meer treiben sahen. Den ganzen Tag hatten wir davon geträumt und Ausschau gehalten diese wunderschöne Tiere zu sehen und uns an ihrer Lebensfreude zu erfreuen und dann diese Tragödie. Die Erkenntnis dass die Menschheit die Natur aufgrund Gier selbst zerstört ist traurig. Unsere Erlebnisse werden wir im Laufe der Woche zu einem Film zusammenschneiden, aber eines ist sicher Wir geben nicht auf.